MRT - THERAPIE
MRT - Therapie - Hochenergie Induktionstherapie
Ergänzende Anwendung in der Physiotherapie
Die Hochenergie-Induktionstherapie ist ein nicht invasives physikalisches Behandlungsverfahren. Dabei werden gepulste Magnetfelder eingesetzt, die – abhängig vom verwendeten Gerät und den gewählten Einstellungen – Nerven, Muskeln und tiefer liegende Gewebestrukturen stimulieren können.In der Physiotherapie kann die Behandlung ergänzend eingesetzt werden, um Schmerzen zu lindern, muskuläre Spannungszustände zu beeinflussen, die Muskelaktivierung zu unterstützen und Bewegungen zu erleichtern.Sie ist dabei in der Regel Teil eines umfassenden physiotherapeutischen Behandlungskonzepts und wird mit aktiven Übungen, manuellen Techniken, Mobilisation, Belastungssteuerung und funktionellem Training kombiniert.
Wann kann eine Behandlung sinnvoll sein?
Beschwerden des Bewegungsapparats
Nach einer physiotherapeutischen Untersuchung und funktionellen Befundung kann eine ergänzende Anwendung unter anderem bei folgenden Beschwerden in Betracht gezogen werden:
- schmerzhaften Gelenkbeschwerden, beispielsweise bei Arthrose
- Rücken- oder Nackenschmerzen
- muskulären Verspannungen und Verhärtungen
- eingeschränkter Beweglichkeit
- Überlastungsbeschwerden
- muskulären Dysbalancen
- verminderter Muskelaktivierung
- funktionellen Beschwerden nach längerer Ruhigstellung
Im Mittelpunkt der physiotherapeutischen Behandlung stehen die Verbesserung der Beweglichkeit, der Belastbarkeit und der körperlichen Funktion. Die Hochenergie-Induktionstherapie kann dabei unterstützend eingesetzt werden, ersetzt jedoch nicht das aktive Training.
Sportphysiotherapie und Rehabilitation
In der Sportphysiotherapie kann die Behandlung Bestandteil eines individuell abgestimmten Rehabilitationsprogramms sein, zum Beispiel bei:
- muskulären Überlastungsreaktionen
- Beschwerden nach Sportverletzungen
- eingeschränkter Muskelansteuerung
- muskulären Schwächen
- verminderter Belastbarkeit
- funktionellen Einschränkungen nach Trainingspausen
- Beschwerden nach längerer Ruhigstellung
- Vorbereitung auf aktive Übungen und funktionelles Training
Ziel ist es, die Voraussetzungen für Bewegung und Belastung zu verbessern. Die weitere Rehabilitation erfolgt durch einen schrittweisen Aufbau von Kraft, Beweglichkeit, Koordination, Stabilität und sportspezifischer Belastbarkeit.
Sehnen-, Muskel- und Bandbeschwerden
Bei Beschwerden im Bereich von Muskeln, Sehnen oder Bändern kann die Hochenergie-Induktionstherapie ergänzend zur physiotherapeutischen Behandlung eingesetzt werden.Mögliche Anwendungsbereiche sind:
- Sehnenreizungen und Überlastungsbeschwerden
- Tennis- oder Golferellenbogen
- Beschwerden der Achillessehne
- muskuläre Zerrungen und Überlastungen
- funktionelle Beschwerden nach Bandverletzungen
- muskuläre Schutzspannungen
- Bewegungseinschränkungen nach Verletzungen
Vor der Behandlung erfolgt eine physiotherapeutische Einschätzung der Beweglichkeit, Belastbarkeit, Kraft, Muskelspannung und funktionellen Einschränkungen. Auf dieser Grundlage wird die Therapie individuell angepasst.
Ergänzende Schmerzbehandlung
Bei akuten oder länger bestehenden Beschwerden kann die Hochenergie-Induktionstherapie als ergänzende Maßnahme eingesetzt werden.Mögliche Therapieziele sind:
- Schmerzen zu reduzieren
- Muskelverspannungen zu lösen
- Bewegungen zu erleichtern
- die Muskelaktivierung zu verbessern
- die Durchführung aktiver Übungen zu unterstützen
- die Belastbarkeit schrittweise zu steigern
Eine mögliche Schmerzlinderung schafft häufig bessere Voraussetzungen für Bewegung. Für einen nachhaltigen Therapieerfolg bleibt jedoch die aktive Mitarbeit entscheidend.
Physiotherapeutische Untersuchung und Behandlungsplanung
Vor Beginn der Behandlung erfolgt eine physiotherapeutische Befundung. Dabei werden unter anderem folgende Bereiche betrachtet:
- Schmerzlokalisation und Schmerzverhalten
- Beweglichkeit
- Muskelkraft und Muskelaktivierung
- Muskelspannung
- Stabilität und Koordination
- Belastbarkeit
- Bewegungsabläufe
- Einschränkungen im Alltag, Beruf oder Sport
Auf Grundlage dieser Untersuchung werden die Behandlungsziele gemeinsam festgelegt. Die Hochenergie-Induktionstherapie wird nur dann eingesetzt, wenn sie sinnvoll in das individuelle Therapiekonzept integriert werden kann.
Kombination mit aktiver Physiotherapie
Die Hochenergie-Induktionstherapie wird häufig mit weiteren physiotherapeutischen Maßnahmen kombiniert, beispielsweise mit:
- aktiver Bewegungstherapie
- Kraft- und Stabilisationstraining
- Mobilisationsübungen
- Koordinations- und Gleichgewichtstraining
- funktionellem Training
- manuellen Behandlungstechniken
- Dehnungs- und Entspannungsübungen
- Beratung zur Belastungssteuerung
- individuell angeleiteten Eigenübungen
Das Ziel besteht nicht nur darin, Beschwerden kurzfristig zu beeinflussen. Entscheidend ist, Bewegungsfähigkeit, Belastbarkeit und Selbstständigkeit langfristig zu verbessern.
Wann ist besondere Vorsicht erforderlich?
Vor der Behandlung sollten bestehende Erkrankungen, Implantate und medizinische Besonderheiten mitgeteilt werden.Besondere Vorsicht ist unter anderem erforderlich bei:
- Herzschrittmachern oder implantierten Defibrillatoren
- Cochlea-Implantaten
- implantierten Neurostimulatoren oder Medikamentenpumpen
- Metallimplantaten im oder nahe dem Behandlungsbereich
- Schwangerschaft
- kürzlich erfolgten Operationen
- akuten Entzündungen oder Infektionen
- ungeklärten starken oder plötzlich aufgetretenen Schmerzen
Bei Hinweisen auf eine ernsthafte Verletzung, eine akute Erkrankung oder eine medizinisch abklärungsbedürftige Ursache wird vor Beginn beziehungsweise vor Fortsetzung der physiotherapeutischen Behandlung eine ärztliche Abklärung empfohlen.
Ihr individuelles Therapiekonzept
Ob die Hochenergie-Induktionstherapie für Ihre Beschwerden geeignet ist, wird im Rahmen der physiotherapeutischen Untersuchung beurteilt. Die Behandlung wird individuell an Ihre Beschwerden, Ihre Belastbarkeit und Ihre persönlichen Ziele angepasst. Sie versteht sich als ergänzender Bestandteil einer aktiven und funktionell ausgerichteten Physiotherapie. Im Mittelpunkt stehen dabei Ihre Beweglichkeit, Ihre Kraft, Ihre Belastbarkeit und Ihre sichere Rückkehr zu Alltag, Beruf und Sport.
