Krafttraining


Gezieltes Training für Muskelkraft, Ausdauer, Stabilität und körperliche Belastbarkeit

Angeleitetes Krafttraining in der Physiotherapie

Krafttraining für Ihre Gesundheit

Krafttraining kann dabei helfen, die Muskulatur gezielt aufzubauen, die körperliche Belastbarkeit zu verbessern und alltägliche Bewegungen sicherer zu bewältigen.

Die Auswahl der Trainingsmethode richtet sich nach der persönlichen Ausgangssituation, dem Trainingsziel und der individuellen Belastbarkeit.

Wiederholungszahl, Belastung, Anzahl der Serien und Pausendauer bestimmen gemeinsam die Wirkung einer Krafttrainingseinheit.

Trainingsmethoden in der Rehabilitation

Die Belastung kann schrittweise von einer durchblutungsfördernden Aktivierung bis zu einem gezielten Muskelaufbautraining gesteigert werden.

1. Trophik-Training

Wiederholungen: 31–40
Serien: 2–8
Belastung: etwa 20 %
Pause: 30–60 Sekunden

Diese Trainingsform dient vor allem der Förderung der Durchblutung und der Nährstoffversorgung des Gewebes. Sie eignet sich für einen behutsamen Wiedereinstieg.

2. Extensive Kraftausdauer

Wiederholungen: 21–30
Serien: 2–8
Belastung: etwa 40 %
Pause: 60–90 Sekunden

Die extensive Kraftausdauer bildet eine mögliche Einstiegsstufe in die Muskelkräftigung. Die Muskulatur wird schrittweise an die Belastung gewöhnt.

3. Intensive Kraftausdauer

Wiederholungen: 13–20
Serien: 2–8
Belastung: etwa 40–50 %
Pause: 90–120 Sekunden

Mit sinkender Wiederholungszahl steigt die Bedeutung der Muskelkräftigung. Der Schwerpunkt verschiebt sich stärker in Richtung Kraftausdauer.

4. Muskelaufbautraining

Wiederholungen: 8–12
Serien: 2–8
Belastung: etwa 60–70 %
Pause: 45–90 Sekunden

Diese Trainingsmethode zielt auf eine Vergrößerung des Muskelquerschnitts ab. Die Belastung ist höher und führt zu einer stärkeren muskulären Ermüdung.

Die genannten Werte sind Orientierungsbereiche. Die konkrete Dosierung sollte an den physiotherapeutischen Befund, das Trainingsziel und die individuelle Belastbarkeit angepasst werden.

Training für Sportler

Höhere Belastungen und niedrigere Wiederholungszahlen werden insbesondere zur Entwicklung der Maximalkraft und der neuromuskulären Leistungsfähigkeit eingesetzt.

Diese Trainingsformen richten sich an erfahrene und entsprechend vorbereitete Sportler und sollten fachkundig begleitet werden.

Funktionelles Krafttraining für Sportler

Intensive Wiederholungsmethode

Wiederholungen: 5–7
Serien: 2–8
Belastung: etwa 75 %
Pause: 2–4 Minuten

Ziel ist die Entwicklung von Maximalkraft und neuromuskulärer Effizienz.

Submaximale Methode

Wiederholungen: 3–6
Serien: 2–8
Belastung: etwa 80–90 %
Pause: 60–90 Sekunden

Diese Methode arbeitet mit hohen Widerständen und richtet sich an fortgeschrittene Sportler.

Maximale Testmethode

Wiederholungen: 1–2
Belastung: etwa 95–100 %
Pause: 30–60 Sekunden

Diese Methode dient der Ermittlung der individuellen Maximalkraft und ist nur für erfahrene Personen geeignet.

Effektive Übungen für das Krafttraining

Für ein wirkungsvolles Krafttraining sind nicht immer Trainingsgeräte oder schwere Hanteln erforderlich.

Kniebeugen

Kniebeugen kräftigen die Bein- und Gesäßmuskulatur. Je nach Leistungsfähigkeit können sie frei oder mit einer Unterstützung ausgeführt werden.

Angepasste Liegestütze

Liegestütze können am Boden, auf den Knien oder gegen eine Wand durchgeführt werden. Sie trainieren Brust, Arme und Schultermuskulatur.

Alltagsgegenstände

Mit Wasser oder Sand gefüllte Kunststoffflaschen können als einfache Gewichte für das Training zu Hause genutzt werden.

Wichtige Hinweise für den Trainingserfolg

Ein wirksames Krafttraining entsteht durch regelmäßige, kontrollierte Belastung und ausreichende Erholung.

Aufwärmen

Leichte Bewegungen bereiten Muskeln, Gelenke und Kreislauf auf die Belastung vor.

Langsam steigern

Belastung und Trainingsumfang sollten schrittweise erhöht werden.

Pausen einhalten

Ausreichende Pausen unterstützen die Erholung und Regeneration.

Regelmäßig trainieren

Regelmäßige Einheiten sind sinnvoller als seltene Überlastungen.

Welche Trainingsmethode für Sie geeignet ist, wird anhand Ihrer körperlichen Voraussetzungen, Ihrer Beschwerden und Ihrer persönlichen Trainingsziele entschieden.

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