Hochenergie-Induktionstherapie


Hochintensive, gepulste Magnetfelder als gezielte Ergänzung zur Physiotherapie

Die Hochenergie-Induktionstherapie ist ein nicht-invasives physikalisches Behandlungsverfahren. Dabei kommen hochintensive, gepulste Magnetfelder zum Einsatz. Je nach verwendetem Gerät können Feldstärken von etwa 2,5 bis 3 Tesla erreicht werden.

Die Anwendung wird nach einer physiotherapeutischen Untersuchung individuell ausgewählt und kann bei geeigneter Indikation in ein aktives und funktionell ausgerichtetes Behandlungskonzept integriert werden.

Gerät für die Hochenergie-Induktionstherapie bei PhysioBerger in Amstetten

Wie funktioniert die Behandlung?

Eine Behandlungsspule erzeugt ein schnell wechselndes Magnetfeld. Nach dem Prinzip der elektromagnetischen Induktion entstehen dadurch im Körpergewebe elektrische Felder und geringe elektrische Ströme.

Diese können insbesondere Nerven- und Muskelzellen stimulieren. Da das Magnetfeld das Gewebe ohne direkten mechanischen Kontakt durchdringt, entstehen weder Druck noch Reibung auf der Haut.

Abhängig von Feldstärke, Frequenz, Impulsdauer und Behandlungsregion können auch tiefer liegende Strukturen erreicht werden.

Berührungslos

Das Magnetfeld durchdringt das Gewebe ohne mechanischen Druck und ohne Reibung auf der Haut. Dadurch können auch empfindliche Behandlungsregionen schonend erreicht werden.

Individuell dosiert

Programm, Frequenz, Intensität, Impulsdauer sowie Aktiv- und Pausenzeiten können an den Befund und Ihre persönliche Reaktion auf die Anwendung angepasst werden.

Spürbare Muskelreaktion

Während der Behandlung können ein deutliches Pulsieren oder unwillkürliche Muskelkontraktionen wahrgenommen werden. Die Intensität wird schrittweise und individuell angepasst.

Unterschied zur Stoßwellentherapie

Stoßwellentherapie

Die Stoßwellentherapie arbeitet mit mechanischen Druckwellen, die gezielt in das Gewebe übertragen werden. Je nach Region, Intensität und individuellem Schmerzempfinden kann die Anwendung unangenehm oder schmerzhaft sein.

Hochenergie-Induktionstherapie

Hier erfolgt die Stimulation über elektromagnetische Felder und ohne mechanische Druckwellen. Die Anwendung wird in der Regel als schmerzfrei und gut verträglich wahrgenommen.

Mögliche Anwendungsbereiche

Nach einer physiotherapeutischen Untersuchung kann die Hochenergie-Induktionstherapie ergänzend bei unterschiedlichen Beschwerden des Bewegungsapparates eingesetzt werden.

Gelenke und Wirbelsäule

  • Gelenkbeschwerden und Arthrose
  • Rücken- und Nackenschmerzen
  • Eingeschränkte Beweglichkeit

Muskulatur

  • Muskuläre Verspannungen und Verhärtungen
  • Muskuläre Dysbalancen
  • Verminderte Muskelaktivierung
  • Muskuläre Zerrungen und Überlastungsreaktionen

Sehnen und Überlastung

  • Überlastungsbeschwerden
  • Sehnenreizungen
  • Tennis- oder Golferellenbogen
  • Beschwerden der Achillessehne

Nach Verletzungen und Ruhigstellung

Die Therapie kann ergänzend bei Beschwerden nach Verletzungen, längerer Ruhigstellung oder bei funktionellen Einschränkungen nach Bandverletzungen eingesetzt werden.

Sportphysiotherapie und Rehabilitation

In der Rehabilitation kann die Anwendung beispielsweise zur Vorbereitung auf aktive Übungen oder während eines schrittweisen Belastungsaufbaus eingesetzt werden.

Mögliche Ziele der Behandlung

Je nach physiotherapeutischem Befund kann die Hochenergie-Induktionstherapie mit unterschiedlichen Zielsetzungen eingesetzt werden.

Schmerzen beeinflussen

Muskelspannung verändern

Muskelaktivierung unterstützen

Bewegungen erleichtern

Aktive Therapie vorbereiten

Physiotherapeutische Untersuchung

Vor Beginn der Anwendung erfolgt eine physiotherapeutische Befundung. Dabei können unter anderem folgende Faktoren berücksichtigt werden:

  • Schmerzlokalisation und Schmerzverhalten
  • Beweglichkeit
  • Muskelkraft und Muskelaktivierung
  • Muskelspannung
  • Stabilität und Koordination
  • Körperliche Belastbarkeit
  • Bewegungsabläufe
  • Einschränkungen in Alltag, Beruf oder Sport

Kombination mit Physiotherapie

Die Hochenergie-Induktionstherapie kann mit unterschiedlichen physiotherapeutischen Maßnahmen kombiniert werden:

  • Aktive Bewegungstherapie
  • Kraft- und Stabilisationstraining
  • Mobilisationsübungen
  • Koordinations- und Gleichgewichtstraining
  • Funktionelles Training
  • Manuelle Behandlungstechniken
  • Individuell angeleitete Eigenübungen
  • Beratung zur Belastungssteuerung
Wann ist besondere Vorsicht erforderlich?

Vor der Behandlung sollten bestehende Erkrankungen, Implantate und andere medizinische Besonderheiten mitgeteilt werden. Eine Anwendung muss insbesondere bei folgenden Situationen vorab sorgfältig abgeklärt werden:

  • Herzschrittmacher oder implantierter Defibrillator
  • Cochlea-Implantat
  • Implantierter Neurostimulator oder Medikamentenpumpe
  • Metallimplantate im oder nahe dem Behandlungsbereich
  • Schwangerschaft
  • Kürzlich erfolgte Operationen
  • Akute Entzündungen oder Infektionen
  • Ungeklärte starke oder plötzlich aufgetretene Beschwerden

Bei Hinweisen auf eine ernsthafte Verletzung oder eine medizinisch abklärungsbedürftige Ursache wird vor Beginn oder Fortsetzung der Behandlung eine ärztliche Abklärung empfohlen. Maßgeblich sind außerdem die aktuellen Herstellerhinweise.

Behandlungskosten und Behandlungsserie

Behandlungsdauer

30 Minuten

Behandlungskosten

53 Euro

Ärztliche Verordnung

Durchführung im Rahmen einer Verordnung für Physiotherapie

Der Hersteller empfiehlt eine Behandlungsserie von sechs bis zwölf Anwendungen. Die tatsächlich sinnvolle Anzahl richtet sich jedoch nach dem individuellen Befund, dem Therapieverlauf und Ihren persönlichen Behandlungszielen.

Die Hochenergie-Induktionstherapie ersetzt kein aktives Training. Ziel ist es, bessere Voraussetzungen für Bewegung und physiotherapeutische Übungen zu schaffen und Ihre Bewegungsfähigkeit, Kraft und körperliche Belastbarkeit schrittweise weiterzuentwickeln.

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