Eishockey

Schnelligkeit, Kraft, Gleichgewicht und Reaktionsfähigkeit auf dem Eis

Dynamischer Mannschaftssport auf dem Eis

Eishockey verbindet schnelles Eislaufen mit abruptem Abbremsen, Richtungswechseln, Körperkontakt und technisch anspruchsvollen Aktionen mit Schläger und Puck.

Während eines Spiels wechseln kurze, intensive Belastungen mit Erholungsphasen auf der Spielerbank. Gleichzeitig müssen Mitspieler, Gegner und Puck fortlaufend beobachtet werden.

Eine gute körperliche Vorbereitung umfasst Ausdauer, Beinkraft, Rumpfstabilität, Gleichgewicht, Reaktionsfähigkeit und eine sichere Technik beim Beschleunigen, Abbremsen und bei Zweikämpfen.

Körperliche Anforderungen im Eishockey

Die einzelnen Fähigkeiten greifen während des Spiels unmittelbar ineinander und sollten daher vielseitig trainiert werden.

Beschleunigung

Kurze und kraftvolle Schritte ermöglichen einen schnellen Antritt. Bein- und Gesäßmuskulatur erzeugen dabei den notwendigen Druck gegen die Eisfläche.

Abbremsen

Schnelles Stoppen erfordert eine kontrollierte Gewichtsverlagerung sowie eine gute Zusammenarbeit von Hüften, Knien, Sprunggelenken und Schlittschuhkanten.

Gleichgewicht

Die schmale Unterstützungsfläche der Kufen und schnelle Richtungsänderungen verlangen eine fortlaufende Gleichgewichtskontrolle.

Bein- und Hüftkraft

Beine und Hüften erzeugen Geschwindigkeit, stabilisieren die tiefe Laufposition und kontrollieren Kurven, Bremsbewegungen und Zweikämpfe.

Rumpfstabilität

Eine belastbare Körpermitte unterstützt die Verbindung zwischen Unter- und Oberkörper und hilft, bei Körperkontakt kontrolliert zu bleiben.

Reaktionsfähigkeit

Spielrichtung, Puckposition und Bewegungen der anderen Spieler verändern sich schnell und erfordern unmittelbare Entscheidungen.

Grundlagen einer kontrollierten Eislauftechnik

Eine stabile Grundposition erleichtert Beschleunigung, Richtungswechsel und das kontrollierte Führen des Pucks.

Tiefer Schwerpunkt

Eine leichte Beugung in Hüften, Knien und Sprunggelenken verbessert Stabilität und Reaktionsbereitschaft.

Aktiver Abdruck

Der Abdruck erfolgt kontrolliert seitlich nach hinten. Danach wird das Bein wieder unter den Körper geführt.

Beinachse

Fuß, Knie und Hüfte sollten beim Abdruck und beim Abbremsen möglichst kontrolliert zusammenarbeiten.

Blickführung

Der Blick richtet sich nicht ausschließlich auf den Puck, sondern erfasst möglichst früh das Spielgeschehen.

Ergänzendes Training für Eishockey

Neben dem Training auf dem Eis ist ein vielseitiges Athletiktraining sinnvoll.

Krafttraining

Kniebeugen, Ausfallschritte, Stufenübungen, Hüftstreckübungen sowie Zug-, Druck- und Rumpfübungen schaffen eine allgemeine Kraftgrundlage.

Schnelligkeitstraining

Kurze Sprints, schnelle Starts und reaktive Richtungswechsel trainieren Antritt und Entscheidungsgeschwindigkeit.

Gleichgewichtstraining

Einbeinstand, Gewichtsverlagerungen und kontrollierte Bewegungen auf einer kleinen Unterstützungsfläche verbessern die Stabilität.

Intervalltraining

Kurze intensive Belastungen wechseln mit Pausen. Belastungsdauer und Erholung werden schrittweise an die Anforderungen des Spiels angepasst.

Verletzungen vorbeugen und Belastbarkeit aufbauen

Schnelle Bewegungen, Körperkontakt, Schüsse und Stürze können unterschiedliche Körperregionen beanspruchen. Eine gute Vorbereitung verbindet Technik, Kraft, Gleichgewicht, Schutzkleidung und eine abgestimmte Trainingssteuerung.

Knie

Knie werden beim Beschleunigen, Abbremsen und bei schnellen Richtungsänderungen beansprucht. Körperkontakt kann zusätzlich zu Verdrehungen oder direkten Stößen führen.

Kraft von Oberschenkel und Gesäß sowie eine kontrollierte Beinachse unterstützen die Stabilität.

Hüfte und Leiste

Die seitliche Abdruckbewegung beim Eislaufen beansprucht Hüft- und Leistenmuskulatur wiederholt.

Eine schnelle Steigerung von Trainingsumfang oder Sprintintensität kann diese Regionen überfordern.

Schulter

Schulter und Schultergürtel werden beim Schießen, Passen, Zweikampf und bei Stürzen belastet.

Kraft, Beweglichkeit und Schulterblattkontrolle sind für eine sichere Belastbarkeit wichtig.

Hand und Handgelenk

Stürze, Stockkontakt und direkte Pucktreffer können Hände, Finger und Handgelenke verletzen.

Schwellung, Fehlstellung oder eingeschränkte Greiffunktion sollten untersucht werden.

Rücken und Nacken

Die tiefe Laufposition, Körperkontakt und schnelle Oberkörperbewegungen können Rücken und Nacken beanspruchen.

Eine belastbare Rumpfmuskulatur unterstützt die Kontrolle bei Beschleunigung, Schuss und Zweikampf.

Kopfverletzungen

Zusammenstöße, Stürze oder Kontakt mit Bande und Eis können zu einer Kopfverletzung führen.

Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Sehstörungen, Erinnerungslücken oder Verwirrtheit müssen ernst genommen und medizinisch abgeklärt werden.

Verletzungsprävention im Eishockey

Prävention bedeutet nicht, jede intensive Belastung zu vermeiden. Ziel ist eine gute Vorbereitung auf die Anforderungen des Sports.

Aufwärmen

Kreislauf, Hüften, Beine, Rumpf und Schultergürtel werden vor intensiven Spielaktionen schrittweise vorbereitet.

Techniktraining

Abbremsen, Kurvenfahren, Rückwärtslaufen und kontrollierte Körperkontakte sollten technisch aufgebaut werden.

Krafttraining

Kraft von Beinen, Hüften, Rumpf und Schultergürtel erhöht die allgemeine körperliche Belastbarkeit.

Schutzkleidung

Helm, Handschuhe, Schulter-, Ellenbogen- und Beinschutz müssen passend eingestellt und regelmäßig kontrolliert werden.

Trainingsumfang

Trainingsdauer, Intensität und Anzahl intensiver Einheiten sollten nicht gleichzeitig stark erhöht werden.

Regeneration

Schlaf, Ernährung, Flüssigkeit und ausreichend leichte Belastungstage unterstützen die Erholung.

Rückkehr auf das Eis

Nach einer Verletzung sollte die Rückkehr schrittweise von allgemeinen Übungen zu schnellen und spielnahen Belastungen aufgebaut werden.

Beweglichkeit

Die für die Laufposition und Schlagtechnik erforderlichen Bewegungen sollten möglich sein.

Kraft

Die betroffene Region und angrenzende Muskelgruppen benötigen ausreichende Kraft und Kraftausdauer.

Eislaufbelastung

Geradeauslaufen, Kurven, Stopps und Richtungswechsel werden schrittweise wieder integriert.

Spielkontakt

Puckaktionen, Zweikämpfe und Körperkontakt folgen erst nach ausreichender technischer Kontrolle.

Wann Beschwerden untersucht werden sollten

Eine deutliche Schwellung, Fehlstellung, Instabilität, Belastungsunfähigkeit, Kraftverlust, Kribbeln oder Taubheit sollten nicht durch unverändertes Weiterspielen ignoriert werden.

Nach einem Kopfaufprall gilt besondere Vorsicht. Bei Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Verwirrtheit oder Sehstörungen darf nicht weitergespielt werden.

Eishockey in Amstetten

Wer Eishockey im Verein kennenlernen oder regelmäßig trainieren möchte, findet bei den ECU Amstettner Wölfen Angebote für Nachwuchs und Erwachsene.

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